Hamburger Abendblatt
Wie viel von dieser Vorstellung vom bäuerlichen Leben noch stimmt, haben Studenten der Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Univisität in Kiel ein Jahr lang untersucht. Die Ergebnisse sind in der Sonderausstellung "Typisch Bauer!? - Selbst- und Fremdbilder von der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein" im Landwirtschaftsmuseum in Meldorf (Kreis Dithmarschen) zu sehen. >>weiter
SIEHE AUCH:
Typisch Bauer? Zwischen Klischee und Realität: Ein Jahr lang bereiteten Studenten Ausstellung in Meldorf vor - ein ausfuehrlicherer Bericht zur Feldforschung der Studierenden (Kieler Nachrichten, 1.6.04).
Münchner Merkur
Wie Staatsminister Goppel erläuterte, gewinnen die Geisteswissenschaften an Bedeutung für Wirtschaft und Politik. Vormalige „Exoten“ wie die Ethnologie leisten hierzu ihren anwendungsorientierten Beitrag. >>weiter
art-in-berlin (Online Magazin)
Schwarze Götter im Exil heißt die Ausstellung mit mehr als 300 Fotografien von Pierre Fatumbi Verger (1902-1996) und einer multimedialen Installation von Mario Cravo Neto (geb.1947), die von einem interdisziplinären Rahmenprogramm begleitet wird.
Schwarze Götter im Exil untersucht die kulturellen Transfers im transatlantischen Dreieck von der Sklavenzeit bis in die Gegenwart. Ein Schwerpunkt liegt auf Arbeiten visueller Anthropologen, Künstler und Literaten, die sich mit den Kulturen der "Schwarzen Amerikas" beschäftigt haben. Das Projekt veranschaulicht das gemeinsame afrikanische Erbe Brasiliens, der Karibik, Nordamerikas und Europas, wie es sich heute in Musik und Tanz, in Architektur, Kunst und Küche ausdrückt.
Die Auseinandersetzung mit Vergers fotografischem Werk, das erstmals in Deutschland vorgestellt wird, kann ein neues Verständnis von multiethnischen und multireligiösen Gesellschaften vermitteln, das Angstszenarien von ‚kultureller Überfremdung’ entgegenwirkt. (Quelle)
ORF
Die Weltbank solle Projekte der Industriestaaten in Gebieten der Ureinwohner nicht fördern, falls diese nicht deren Rechte respektiere, heißt es in einem heute in Genf am Rande der Jahrestagung der Arbeitsgruppe indigener Völker veröffentlichten Brief an die Weltbank. Die Industriestaaten verschärften mit ihrem Engagement vielfach die Armut in der Bevölkerung, unterminierten deren sozio- kulturelle Identität und bedrohten manchmal sogar das Überleben der angestammten Bevölkerung. >>weiter
NZZ
Essaouira ist eine kleine marokkanische Küstenstadt, die einen speziellen Ruf hat. Vor alten Zeiten lebten hier Araber, Berber, Juden und diverse Kolonialeuropäer zusammen. Um 1968 wurde der Ort von Hippies entdeckt, diesen folgten metropolenflüchtige Künstler, die einen schönen wie billigen Platz zum Leben suchten.
Die österreichische Ethnologin Doris Byer hat drei Jahre in Essaouira gelebt und ein Buch verfasst, das Studie, Essay und Erzählung in einem ist. Sie fragt, «warum amerikanische Spontis und europäische Hedonisten ausgerechnet in einer islamischen Gesellschaft die persönliche Freiheit und die Erfüllung ihrer geheimen Wünsche erhoffen». >>weiter
Fabian Klenk hat an der Uni München eine Seminararbeit über "Feldforschung in Cyberia" geschrieben und hat sie soeben ins Netz gestellt. Sein Resumee:
"Da die Forschung, wie oben beschrieben, noch nicht allzuweit vorgedrungen ist, sind nun die Forscher gefragt, die Wirkungen des Internet und das Entstehen neuer Kulturen, eventuell auch das Ändern unseres Alltags, zu untersuchen. Dafür bietet die Ethnographie einige wertvolle Werkzeuge an."
FAZ
Das heutige Arbeitsleben genießt ja nicht unbedingt den besten Ruf.Da kann uns die Diagnose, die an diesem Dienstag im „Tagesspiegel“ der Berliner Ethnologe Wolfgang Kaschuba erstellt, auch nicht mehr überraschen: Früher war alles viel besser. Auch am Arbeitsplatz. „Unsere Arbeitswelt scheint kulturell zu veröden; jedenfalls verglichen mit der Vergangenheit“, schreibt Kaschuba und gibt auch die Antwort, woran das liegt: Es gibt keine Rituale mehr, jedenfalls keine „wirklichen“. Dabei wachse, so Kaschuba, unser Ritual- und Symbolbedarf „mit der Zahl unklarer, irritierender Situationen, auf die wir im Alltag treffen“.
Früher hatte der Arbeitnehmer zwar keinen Computer und mitunter nicht einmal eine Kaffeetasse, aber er hatte wenigstens Rituale. Die vormoderne Gesellschaft nämlich war geformt von „Rites de Passage“, wie der kluge Ethnologe weiß, Ritualen des Überganges. >>weiter
(Wer sagt es denn: Auch Ethnologen können so "klug" daherreden wie Soziologen)
Rheinischer Merkur
Spannender Lebenslauf, fließend Suaheli – aber die Ethnologin findet keine Stelle. Schuld könnte ihr Anschreiben sein. Auf zur „Trainingsmaßnahme“! Ein humoristischer Bericht im Rheinischen Merkur >>weiter

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