Vorbereitende Ausbildung für das Studium der Ethnologie?!

Tiki Taka, Mittwoch, 06. Mai 2015, 02:50 (vor 1200 Tagen) @ yaschwi
bearbeitet von Tiki Taka, Mittwoch, 06. Mai 2015, 04:19

hehe, da bin ich gespannt

Speziell zu Medizinanthropologie findet man wirklich kaum etwas vernünftiges.

Allerdings habe ich eine passable Veranstaltung aus Halle gefunden, die das Wichtigste zum Studium anreist:

www.youtube.com/watch>v=A378aku8dh4

Das Fach ist eher ein wie ein Bücherregal. Die Abteilung Anthropologie ist riesig und eine Ecke davon besteht aus der Medical Anthropology. Im nächsten Land heißt die Abteilung anders und nicht alle Bücher sind dann hier zu finden.
Dann findet man Medizin-Themen aber auch im Fach für Ökonomische Anthropologie oder Politische A. Dann gibts jede Menge Lücken zwischen diesen Buchaufstellungen und da stehen Bücher die nicht so ganz hier und dahin passen.
Dann gibts viele Gebrauchsanweisungen die außerhalb der Bibliothek/Uni unterwegs sind (angewandte Anthropologie) und eine sehr begrenzte/spezielle Anwendung haben. Eine Kollegin ist z.B. Unternehmensberaterin. Sie sieht und definiert sich auch als solche und weniger als Anthropologin - verwendet aber hier und da Theorien/Methoden aus dem Studium.

Eine gut recherchierte Geschichte eines Journalisten ist im Prinzip auch das was ein Anthropologe beim forschen und darüber schreiben produziert. Da gibt es durchaus Parallelen.

Eine andere Bekannte ist Hebamme geworden und nutzt ihr erworbenes Wissen im Umgang mit den Familien die sie betreut. Sie ist in der Lage Bedürfnisse wie Sicherheit/Intimität zu identifizieren und diese in ihrer Arbeit zu berücksichtigen.

Sicherheit/Intimität wären auch Dinge, die Trendforscher bei Google/IBM untersuchen um Produkte nach den Bedürfnissen/Wünschen der Kunden designen zu können. Das gleiche Thema könnte für die Erstellung der EU Datenschutzrichtlinie interessant sein (policy making).

Sicherheit im Sinne von Verlass auf das GEsunheitssystem ist ein Thema wenn es darum geht, dass Menschen medizinische Hilfe nicht mehr annehmen. - Sie hatten schon oft Behandlungen und schlechte Erfahrungen damit gemacht vs. der landläufigen Meinung sie sind unaufgeklärt. Das wäre hilfreiches Wissen bei Entwicklungsprojekten.

Sicherheit kann genauso ein Thema für Dialyse Patienten sein. Eben nicht auf unbekannte Ersatzgeräte angewiesen zu sein sondern Reparaturen selbst durchführen zu können (Produktdesign von Geräten).

Das Thema Sicherheit kann also zu diversen Anwendungs und Forschungsgebieten führen. Und somit auch zu unterschiedlichsten Berufen die manchmal auch Zusatzqualifikationen oder eine gesonderte Ausbilung erfordern - oder erst noch erfunden werden müssen. Da kann man auch schlecht einen Beruf fest machen. Ein Studium ist meist keine Berufsausbildung.

Die eigenen Interessen und Überzeugungen ändern sich ja auch während des Studiums - es schadet also nicht wenn es am Studienort mehrere Themenbereiche und Studienrichtungen gibt in denen man sich vertiefen kann/in die man wechseln kann.

p.s. podcasts zu diversen Themen:
http://sfaapodcasts.net/

fun stuff:
https://www.youtube.com/watch>v=158cJ8Hd9UM


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