(image)

07.11.08

  18:36:42, von admin   . Kategorien: Wir und die Anderen, Medien, Deutschland, Oesterreich, Schweiz

Die "negroiden Lippen Obamas" - Ethnologe reagiert auf Rassismus in der Abendzeitung

Obamas Background provoziert rassistische Kommentare. “Ich möchte mich nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen. Wenn sie sagen, des ist eine rassistische Bemerkung: richtig, ist gar keine Frage", sagte der österreichische Fernsehjournalist Klaus Emmerich.

Die Abendzeitung nimmt die Wahl Obamas zum Anlass, die Frage zu beantworten , weshalb Menschen unterschiedliche Hautfarben haben und produziert einen haarstraeubenden Text, den sogar die Leser entsetzt. (Artikel entfernt, ersetzt mit Kopie)

Wolfgang Habermeyer, Ethnologe an der Uni München, hat gestern einen Leserbrief verschickt und auf ethno:log veroeffentlicht:

Ein Mann wie Barack Obama mit familiären Wurzeln in Kenia sollte endlich auch als Aufforderung dafür aufgefasst werden, dass diese Einteilung (nach Rassen) beendet wird und der Vergangenheit angehört und ich Zukunft in der AZ nichts mehr von “negroiden Lippen” lesen muss. Oder würde meine geliebte AZ auch ungerührt von der “typischen Judennase” schreiben?

>> zum Leserbrief auf ethno::log

>> Das Rätsel der Hautfarbe (Abendzeitung, 5.11.08) (Kopie. Original entfernt)

>> Rassismus-Vorwürfe gegen prominenten Journalisten (Spiegel, 6.11.08)

SIEHE AUCH:

Mainzer Ethnologen protestieren gegen Gen-Rassismus

Ethnologen kritisieren Berichterstattung über “isolierte Urwaldvölker”

Racism: The Five Major Challenges for Anthropology

4 Kommentare

Kommentar von: Benni [Besucher]  
Benni

Hoffen wir, dass der Leserbrief in der Abendzeitung veröffentlicht wird und dass er nicht der einzige bleibt.

08.11.08 @ 21:42
Kommentar von: [Mitglied]
anthronaut

Wie ein Fotovergleich auf “Sociological Images” zeigt, gleicht Obama seinem weniger pigmentierten Grossvater mütterlicherseits wie aus dem Gesicht geschnitten. Bei seinen “negroiden” Gesichtszügen handelt es sich, wieder einmal, um journalistisches Kurzstreckendenken. Aber am besten wäre, wie es Wolfi Habermeyer schreibt, wenn wir endlich ganz aufhören würden, in solchen Kategorien zu denken.

09.11.08 @ 13:29
Kommentar von: [Mitglied]
admin

Der Artikel ist offenbar von der Webseite der Abendzeitung entfernt worden. Ich habe eine Kopie reingestellt

09.11.08 @ 21:48
Kommentar von: Markus Ehrlich [Besucher]
Markus Ehrlich

Das dass internationale Rassistentum mit der Wahl Barack Hussein Obamas echte Probleme damit bekommt weiter zu behaupten, das Schwarze per Definition dumm sind, kann nur erfreuen. Das es jetzt noch zu Verrenkungen im Sinne nazistischer Rassenideologie kommt, ist nicht weiter erstaunlich. Da Obama intellektuell und moralisch bisher nichts anzukreiden ist, müssen eben wieder mal vermeintliche Unterschiede wie Negerlippen und schwarze Haut dafür herhalten, dass die ewig unverbesserlichen und Haiderklubfreunde nicht ihre Identität verlieren.
Diese Leute hatten mit den letzten 8 Jahren George W. Bush anscheinend keine Probleme: Bush ist weder intelligent noch gut aussehend und seine eng zusammen stehenden Augen erinnern viel mehr an den typischen Primaten (als der er auch von Witzezeichnern immer wieder dargestellt wurde) als irgendeine physiognomische Besonderheit Obamas. Aber unterbelichtete Weiße, die nur autoritär und doof sind, haben auf diesem Planeten immer noch eine erstaunlich große Gefolgschaft. Auch und gerade wenn sie zwei sinnlose Kriege losgetreten haben und sich direkt für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich zeichnen.

12.11.08 @ 15:09


Formular wird geladen...

Search

Neueste Kommentare

International

Categories

Nur Ergebnisse behalten, die zu Folgendem passen:

  XML-Feeds

Licence

Creative Commons License
antropologi.info by Lorenz Khazaleh is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported License.
Blog software